Ägypten

Assuan

Heißer Sand und funkelndes Wasser - Assuan liegt direkt am Nil an der Grenze zur östlichen Wüste und der Sahara.

Als südlichste Stadt Ägyptens ist Assuan seit dem Altertum Grenzstadt, denn vor ihren Toren liegt bereits der Sudan. Es ist daher nicht erstaunlich, dass in der Zeit der Pharaonen hier ein wichtiges Zentrum zu finden war, von dem heute noch viele stumme zeugen zu betrachten sind. Assuan ist ringsum von Tempeln und Palästen umgeben, von denen einige durch die Epochen hindurch mit Flugsand bedeckt wurden. Auf der linken Seite des Nils befinden sich die antiken Gräber von Syene, gegenüber die Insel Elephantine mit ihren berühmten Tempelanlagen.

Aber wer in Assuan Urlaub macht, kann zwischen dem Sightseeing durchaus auch eine Pause einlegen. Die ansprechende Uferpromenade lädt zum Verweilen ein. Hier finden sich zahlreiche Restaurants und Bars mit Blick auf das glänzende Wasser des Nils. Auch ein Einkaufsbummel biete Abwechselung zur historischen Betrachtung der Stadt. In den Straßen der Basare spürt man das exotische und zugleich romantische Flair und fühlt sich wie in einem Märchen aus "Tausend und einer Nacht". Anders als beispielsweise in Luxor, wo man häufig von Händlern sehr fordernd angesprochen wird, hat man hier eher die Ruhe sich die Waren wie zum Beispiel Gewürze, Kunsthandwerk, Schmuck oder Textilien anzusehen.

Es ist durchaus empfehlenswert von Assuan aus mit einer Feluke die kleineren Nilinseln zu umsegeln. Dabei könnten Sie den Besuch des Botanischen Gartens auf der Kitchener-Insel einplanen.

Dort pflanzte einst General Kitchener Bäume, Sträucher und Blumen deren Saatgut er aus allen Teilen der Welt von seinen Auslandsaufenthalten mitbrachte. Auch die Insel Elephantine ist nur mit dem Boot zu erreichen. Hier befinden sich im südlichen Teil des kleinen Eilandes die Reste der 5000 Jahre alten Siedlung Yebu und mehrere Tempelruinen. Auf Philae können Sie sich den Isis-Tempel ansehen. Er wurde, wie auch Abu Simbel versetzt.

Ursprünglich stand er auf einer anderen Insel, die dem Projekt Staudamm zum Opfer fiel. Abends findet hier eine sehr beeindruckende Sund & Light Show statt, die den Zuschauer mit faszinierenden Effekten in die mystische Vergangenheit versetzt. Aber Assuan ist nicht nur als touristisches Reiseziel bekannt. Seine nationale Bedeutung stieg mit dem Bau des Staudammes im Jahre 1971. Er ist 111m hoch, 3,6km lang und 1 km breit. Auf Grund dieses Mammutprojektes startete die UNESCO die größte Rettungskampage in der Geschichte der Archäologie. Da das Wasserreservoir, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, vergrößert werden musste, drohten die Wassermassen wichtige Kulturdenkmäler unter ihren Fluten zu begraben. Doch dazu kam es glücklicherweise nicht: Der bekannte Tempel von Abu Simbel wurde Stein für Stein zersägt und an einem anderen Ort wieder aufgebaut. Zudem konnten rund 35 Dörfer und insgesamt 150.000 Menschen umgesiedelt werden.

Weiterführende Links:
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| uwe/ 06

 
 
 

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05.12.2008