Der Name Sinai bezeichnet einerseits eine Halbinsel im Nahen Osten, andererseits einen Berg auf eben dieser Halbinsel.
Die Sinai-Halbinsel (arab.: Sina ) liegt zwischen dem afrikanischen Kontinent und der arabischen Halbinsel. Die Landmasse ragt bis ins Rote Meer hinein. Sie wird zu Asien gerechnet. Die Landschaft ist wüstenhaft und von schroffen, kahlen Gebirgen geprägt.
Die Sinai-Halbinsel gehörte bis 1906 zum Osmanischen Reich, danach zu Ägypten. Im Sechstagekrieg von 1967 wurde die Halbinsel von Israel besetzt. Nach dem Friedensvertrag von Camp David 1979 wurde sie 1982 an Ägypten zurückgegeben.
Eine der bekanntesten Städte ist Sharm El-Sheikh mit seinen touristischen Einrichtungen. Das ehemalige Fischerdorf Dahab ist ein beliebtes Ziel für Taucher aus aller Welt, die dort bei den Korallenriffen tauchen.
Von der Hafenstadt Nuweiba verkehrt eine Fährverbindung der "Arab Bridge Maritime Company" ins jordanische Aqaba. Durch diese Verbindung kann das Betreten Israels vermieden werden.
Am 7. Oktober 2004 kam es zu einer Anschlagsserie in Taba und Ras asch-Schaitan (Moon Island Village), bei der mindestens 34 Menschen getötet wurden. Als Urheber wird die Terrororganisation al-Qaida vermutet.
Et Thi ist der Name der Sandwüste Sinais. Es ist ein Schichttafelland zwischen Nordsinai und dem Gebirge Südsinais. Mit 20 bis 50 mm Niederschlag pro Jahr handelt es sich dabei um die unwirtlichste Gegend der Halbinsel. Dagegen ermöglichen Niederschläge von 150 bis 200 mm im Südsinai Nomaden, ihr Vieh in Wadis und an Berghängen weiden zu lassen. Berg Sinai Der Berg Sinai erhebt sich auf der Sinai-Halbinsel 2292 m über NN. Er heißt auf Arabisch (Gabal Musa, "Mosesberg"). In der Bibel gilt der Sinai als Ort der Offenbarung Gottes, vor allem der Gabe der Zehn Gebote (2. Mose 34 u.ö.). In Psalm 68,9 wird Gott geradezu mit dem Sinai gleichgesetzt (hebräisch: zä Sinai, der (vom) Sinai).
Als Berg der Gottesoffenbarung wird öfters auch der Horeb genannt, der mit dem Sinai identisch zu sein scheint.
Erst im 4. Jh. nach Chr. wird der Gebel Musa mit dem biblischen Berg Sinai gleichgesetzt.
Am Fuß des Sinai befindet sich das Katharinenkloster, in dem Konstantin von Tischendorf (1815-1874) die von ihm Codex Sinaiticus benannte Bibelhandschrift aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. fand - eine der wichtigsten und bedeutendsten Quellen für die Rekonstruktion des Bibeltextes.
Weiterführende Links:
Nil
Dahab
Karnak
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