Mongolei

Alle Fakten zu dem Land Mongolei

Die Mongolei wird auch oft als „äußere Mongolei“ bezeichnet, um sie von einer autonomen Region Chinas, der „inneren Mongolei“, zu unterscheiden. Im Norden grenzt das Land an die Russische Föderation, die drei anderen Himmelsrichtungen werden von China umringt.

Internationales Kennzeichen:

MNG

Geographische Lage:

zwischen 41°32´ und 52°06´ nördlicher Breite sowie 87°47´ und 119°54´ östlicher Länge

Landesfläche:

1.57 Millionen km² 9% Wald 78% Wiesen und Weiden

Ausdehnung:

W - O 2400 km
N - S 1250 km

Küsten:

Besitzt keine Küste.

Hauptstadt:

Ulaanbaatar (Ulan Bator)

Größte Städte:

Ulaanbaatar (Ulan Bator) (ca. 627.300 Einwohner)
Darhan (ca. 87.100 Einwohner)
Choybalsan (ca. 79.900 Einwohner)
Erdenet (ca. 59.100 Einwohner)
Ölgiy (ca. 29.400 Einwohner)

Gliederung:

18 Provinzen: Arhangay, Bayanhongor, Bayan-Olgiy, Bulgan, Dornod, Dornogovi, Dundgovi, Dzavhan, Govi-Altay, Hentiy, Hovd, Hovsgol, Omnogovi, Ovorhangay, Selenge, Suhbaatar, Tov, Uvs 3 Städte: Darhan, Erdenet, Ulaanbaatar

Geographisch Merkmale:

höchster Berg: Hüyten 4374 m
längster Fluss: Selenga 1000 km

Beste Reisezeit:

Mai bis September

Ortszeit/Zeitzonen:

Westmongolei: MEZ + 6 (UTC + 7) Zentralmongolei: MEZ + 7 (UTC + 8) Ostmongolei: MEZ + 8 (UTC + 9)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de

Fremdenverkehrsamt:

Mongolia Tourist Information Center, Berlin
Dudenstr. 78
10965 Berlin
Tel: (0 30) 78 60 00 15
Fax: (0 30) 786 55 96

Mongolian National Tourism Centre (MNTC)
Ulan Bator Chinggis Avenue 11
210628 Ulan Bator
Mongolei
Tel: (00976 1) 31 84 93, 31 11 02
Fax: (00976 1) 31 84 92
Email: Ntc@mongol.net

Landessprache:

Amtssprache ist Mongolisch. Von ca. 5% der Bevölkerung wird Kasachisch gesprochen. Außerdem sind im Land verschiedene mongolische Dialekte verbreitet. Russisch und Englisch werden ebenfalls gesprochen.

Währung:

Tugrik (Plural: Tugrig)
Aktueller Kurs:www.wechselkurse.de

Währungskürzel:

Tug, MNT (ISO-Code)
Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 1000, 500, 100, 50, 20, 10, 5 und 1 Tug im Umlauf
Münzen im Wert von 200, 100, 50 und 20 Tug

Kreditkarten:

Werden in der Hauptstadt in begrenztem Umfang akzeptiert.

Reiseschecks:

Sollten vorzugsweise in US-Dollar ausgestellt sein.

Bevölkerung:

2.260.000 Einwohner

Bevölkerungsdichte:

1.7 Menschen je km²

Post/Telegramm/Internet:

Post: Luftpostsendungen nach Europa sind bis zu zwei Wochen unterwegs. In Ulan Bator ist ein Expresspostdienst vorhanden.
Internet/E-Mail: Internetanbieter: MagicNet, Micom und Bodicomputers. Internetzugänge sind in einigen Hotels von Ulan Bator vorhanden. Es gibt einige Internetcafés und in der Telefonzentrale am Suhkbaatar Square kann man auch das Internet nutzen.
Mobiltelefon: GSM 900.
Netzbetreiber: Mobicom. Sende-/Empfangsbereich: Ulan Bator, Darkhan, Erdenet, Selenge, Zamyn Uud, Nalaikh, Altanbulag, Sainshand (Dornogobi), Zuunkharaa und Arvaikheer (Uvurkhangai). Das von Skytel betriebene CDMA-Netz umfaßt die Sende-/Empfangsbereiche Ulan Bator, Uvurkhangai, Zamyn Uud, Darkhan, Selenge und Bulgan.

Strom:

220 V, 50 Hz

Vorwahlen:

Nach Deutschland: 00149
Von Deutschland: 00976

Öffnungszeiten:

Geschäfte: Mo bis Fr 9-18 Uhr, Sa 9-15 Uhr
Banken: Mo bis Fr 10-15 Uhr
Post: Mo bis Fr 10.00-18.00 Uhr, Sa 9.00-15.00 Uhr

Staatsform:

Republik mit Mehr-Parteien-System

Staatsführung:

Präsident

Staatsreligion:

keine

Impfbestimmungen:

Zu den aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes >> hier

Visa:

Visum notwendig. Zur Beantragung eines Visums ist eine Bestätigung aus Ulan Bator und ein noch 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass nötig. Antragsdauer ca. 10 Tage (per Express 3 Tage).

Botschaften/Konsulate:

Botschaft der Mongolei, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Dietzgenstraße 31
13156 Berlin
Sprechzeit: Mo, Di, Do 8-12 Uhr
Tel: (0 30) 474 80 60 Tel.
Konsularabt.: (0 30) 474 80 60 22
Fax: (0 30) 47 48 06 16 Fax
Konsularabt.: (0 30) 47 48 06 26
Email: post@mongolian-embassy.de
Homepage: www.mongolian-embassy.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Ulan Bator
Straße der Vereinten Nationen
210613 Ulan Bator
Tel: (00976 1) 32 33 25, 32 39 15, 32 09 08
Fax: (00976 1) 32 39 05
Email: germanemb_ulanbator@mongol.net

Die Mongolei ist ein Staat in Zentralasien. Er grenzt im Norden an Russland und im Süden an die Volksrepublik China. In älteren Atlanten findet sich noch der Name Äußere Mongolei (im Unterschied zur Inneren Mongolei, die als autonome Region zur Volksrepublik China gehört). Die größten Städte (Stand 1. Januar 2005) sind die Hauptstadt Ulan-Bator (Ulaanbaatar) 844.786 Einwohner, Erdenet 79.649 Einwohner, Darchan 72.386 Einwohner und Tschoibalsan 44.367 Einwohner.

Bevölkerung

Die große Mehrheit der Bevölkerung der Mongolei gehört zum Volk der Mongolen. Außerdem leben im Land Kasachen und einige Angehörige anderer Völker. Das Bevölkerungswachstum der Mongolei beträgt 2,2 Prozent. Die Alphabetisierungsrate unter Erwachsenen liegt nach Angaben der UN bei über 98 Prozent. Die mongolische Sprache wird üblicherweise im kyrillischen Alphabet niedergeschrieben.

Die größte Glaubensrichtung ist der tibetische Buddhismus (Lamaismus), daneben spielt auch der Schamanismus eine sehr grosse Rolle. Die Kasachen in der westlichen Mongolei sind Anhänger des Islam.

Geographie

Die Mongolei ist ein dünn besiedeltes Steppen-, Hochgebirgs- und Wüstenland. Aufgrund der starken Kontinentalität des Klimas schwanken die Temperaturen im Laufe des Jahres sehr stark: Im Winter liegen die durchschnittlichen Temperaturen bei -25 C°, im Sommer bei +20 C°. Die Jahreniederschlagsmenge liegt nur knapp über 200 mm.

Verwaltungsgliederung

Die Mongolei ist in 21 Aimaks (Provinzen) und in 1 Chot (Stadt) gegliedert. Ein Aimak gliedert sich in Sum (vergleichbar mit unseren Landkreisen), diese wiederum in Bag (vergleichbar mit unseren Gemeinden). Es existieren 329 Sum, die sich in 1.620 Bag unterteilen.

Die Hauptstadt Ulan-Bator ist ein Bundesdistrikt. Das galt bis 1994 auch für die Stadt Erdenet. Aus dieser wurde aber 1994 zusammen mit einigen Sum des Bulgan-Aimaks der Orchon-Aimak geschaffen.

Wirtschaft

Die Wirtschaft der Mongolei besteht vornehmlich aus Agrarwirtschaft (traditionell: Fleisch, Milch, Schaf- und Kaschmirwolle; außerdem Getreide, Kartoffeln, Gemüse). Bodenschätze sind unter anderem Kupfer, Kohle, Erdöl, Silber und Gold. Der Handel mit Deutschland erreichte im Jahr 2003 ein Volumen von 42,4 Mio. Nach Deutschland wurden Waren im Wert von 4,6 Mio. USD exportiert. Der Wert von Importen aus Deutschland betrug 37,8 Mio. USD. Aus Deutschland werden Hauptsächlich Nahrungsmittel, Kunststoffe, Industriemaschinen und Druckerzeugnisse importiert; nach Deutschland exportiert werden hauptsächlich Textilien und tierische Produkte. Im zentralasiatischen Hochland gelegen, weist sie eines der extremsten kontinentalen Klimate der Welt mit Sommer-Winter-Temperaturdifferenzen von 100 °C auf. In der Mongolei ist der am südlichsten gelegene Dauerfrostboden und die am nördlichsten gelegene Wüste. Nur 10% der Landesfläche ist bewaldet und weniger als 1% für den Ackerbau brauchbar. Die Mongolei hat ein Wirtschaftswachstum von 5,3% und eine Auslandsverschuldung.

Geschichte

In Altertum und Antike war die Mongolei aufgrund des unwirtlichen Klimas fast ausschließlich von nomadischen Viehzüchtern besiedelt, es existieren lediglich sporadisch kleinere Städte der Samojeden, Uiguren sowie unter chinesischem Einfluss.

Während dieser Zeit kam es bereits mehrfach zu Angriffen einzelner Stämme auf China oder die westlich gelegene Seidenstraße. Im Mittelalter gelang es dann Dschingis Khan, die mongolischen Stämme zu einigen, einen Staat zu gründen und kurzzeitig ein Weltreich, das bis Europa reichte, zu errichten. Sein Enkel Khubilai errichtete die Yuan-Dynastie in China.

Nach dem Zusammenbruch der Yuan-Dynastie zogen sich die Mongolen wieder in die Steppe zurück, innere Konflikte zerissen das Land und führten schliesslich dazu, dass sich der mongolische Adel 1691 der Qing-Dynastie unterwarf.

Nach dem Zusammenbruch der Qing-Dynastie 1911 erklärte sich die Mongolei für unabhängig, allerdings dauerte es bis 1921, bis die chinesischen Truppen (mit russischer Hilfe) endgültig aus dem Land vertrieben waren. 1924 wurde die Mongolische Volksrepublik ausgerufen, in der Folge wurde das Land ein Satellitenstaat der UdSSR. Unter dem Eindruck der Veränderungen in Osteuropa entstand 1990 auch in der Mongolei eine Demokratiebewegung, die ersten freien Wahlen wurden 1992 abgehalten.

An diesem Tag gedenkt man der Revolution von 1921, bei der die chinesische Besatzerarmee vertrieben wurde. Dies geschah allerdings um den Preis einer großen Abhängigkeit zur damaligen Sowjetunion. Auch der 26. November ist Nationalfeiertag in der Mongolei. An diesem Tag wird der Gründung der Mongolischen Volksrepublik 1924 gedacht.

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